Die Frage nach dem optimalen Fitnesstraining für Rollstuhlfahrer ist nicht mit einem Satz zu beantworten. Natürlich sprechen zahlreiche Gründe für möglichst viel Sport: Eine verbesserte Ausdauer, eine gesunde Belastung des Kreislaufs, die Freude an der Bewegung, die Sozialisation in Sportvereinen und auch die Möglichkeit, an Wettkämpfen teilzunehmen. Andererseits gibt es auch triftige Gründe, das Ausmaß des Sports nach vernünftigen Maßstäben zu dosieren. Schließlich belasten Rollstuhlfahrer ihr Arme bereits im Alltag erheblich mehr als Menschen, die ihre Beine vollständig bewegen können. Die Schultern und sämtlich Gelenke sind deshalb anfällig für Abnützungen. Entscheiden ist also, daß Training so anzupassen, daß keine Überbeanspruchung entsteht und keine ungesunden Bewegungen durchgeführt werden.
Rollstuhlfahrer, die Wettkampfsport betreiben, können sicherlich nur in einem gewissen Maß ihr Training dosieren. Wie fast alle Profisportler müssen auch sie mit etwaigen gesundheitlichen Schäden durch ihren Sport rechnen. Freizeitsportler haben dagegen sehr viel mehr Freiheiten und sollten diese nutzen, um den Spaß am Sport nicht zu verlieren. Außerdem kann er das Training allein dem Ziel der Gesundheit unterordnen. Auf diese Weise läßt sich ein Verbesserung der Koordination, der Kraft und der Ausdauer erreichen. Gerade das Ausdauertraining ist gesundheitlich besonders wertvoll, denn es kann dadurch nicht nur das Körpergewicht und der Blutdruck gesenkt werden, sondern dadurch auch die Wahrscheinlichkeit reduziert werden, an Diabetes zu erkranken. Das Krafttraining fördert dagegen die Stabilität der Gelenke und kann dadurch die Abnutzung derselben reduzieren. Außerdem kann ein gleichmäßiges Training Verspannungen abbauen und die Knochendichte erhöhen. Nicht zuletzt resultiert daraus auch eine deutliche Verbesserung der Figur und des Aussehens.
