Monats-Archive: November 2011

Die Frage nach dem optimalen Fitnesstraining für Rollstuhlfahrer ist nicht mit einem Satz zu beantworten. Natürlich sprechen zahlreiche Gründe für möglichst viel Sport: Eine verbesserte Ausdauer, eine gesunde Belastung des Kreislaufs, die Freude an der Bewegung, die Sozialisation in Sportvereinen und auch die Möglichkeit, an Wettkämpfen teilzunehmen. Andererseits gibt es auch triftige Gründe, das Ausmaß des Sports nach vernünftigen Maßstäben zu dosieren. Schließlich belasten Rollstuhlfahrer ihr Arme bereits im Alltag erheblich mehr als Menschen, die ihre Beine vollständig bewegen können. Die Schultern und sämtlich Gelenke sind deshalb anfällig für Abnützungen. Entscheiden ist also, daß Training so anzupassen, daß keine Überbeanspruchung entsteht und keine ungesunden Bewegungen durchgeführt werden.
 

Wheelchair Fitness by the Embarcadero YMCA © by lilszeto


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Menschen, die weder Arme noch Beine bewegen können, haben leider nur sehr wenige Möglichkeiten sich ohne Hilfe mit einem Rollstuhl zu bewegen. Für diese Patientengruppe wird gerade eine Schnittstelle entwickelt, mit der man Steuersignale an den Rollstuhl über die Ohren weitergeben kann. Nicht nur diejenigen, die mit den Ohren wackeln können, werden hier leichtes Spiel haben. Tatsächlich kann jeder die entsprechenden Gesichtsmuskeln willentlich steuern.
 

Ohr © by Max Braun


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Was heute den meisten Menschen noch als Zukunftsmusik erscheinen mag, ist in einigen Forschungslaboren bereits Wirklichkeit geworden. Die Vision, über alternative Methoden (z.B. Gedankensteuerung) eine aktive Prothese bewegen zu könne, ist bereits auf verschiedene Weisen umgesetzt worden. Die neuesten Entwicklungen stellen sogenannte Exoskelette dar. Ähnlich wie bei Insekten, wird also eine starre Struktur zum Stützen des Körpers von Außen angesetzt. Eine derartige Technik eignet sich zwar keinesfalls für alle Gelähmten, aber bestimmte Fälle lassen sich damit womöglich deutlich verbessern.
 

© by jurvetson


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Sport im Rollstuhl ist keine Beschäftigung, die nur für Spitzensportler interessant ist. Man muß nicht gleich an den Paralympics teilnehmen, um daran Spaß zu haben. Es hat sich mittlerweile auch für Breitensportler eine vielseitiges und umfangreiches Angebot an sportlichen Aktivitäten etabliert. Tatsächlich betreiben mehr als 15.000 Rollstuhlfahrer bereits aktiv Sport. Unter dem Dach des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes (DRS) sind die Vereine organisiert. Das Angebot erstreckt sich über zur Zeit 26 Sportarten. Mehr als 300 Vereine sind im Verband vertreten.
 

DSC04991.JPG © by Stuart Grout


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