Die Frage nach dem optimalen Fitnesstraining für Rollstuhlfahrer ist nicht mit einem Satz zu beantworten. Natürlich sprechen zahlreiche Gründe für möglichst viel Sport: Eine verbesserte Ausdauer, eine gesunde Belastung des Kreislaufs, die Freude an der Bewegung, die Sozialisation in Sportvereinen und auch die Möglichkeit, an Wettkämpfen teilzunehmen. Andererseits gibt es auch triftige Gründe, das Ausmaß des Sports nach vernünftigen Maßstäben zu dosieren. Schließlich belasten Rollstuhlfahrer ihr Arme bereits im Alltag erheblich mehr als Menschen, die ihre Beine vollständig bewegen können. Die Schultern und sämtlich Gelenke sind deshalb anfällig für Abnützungen. Entscheiden ist also, daß Training so anzupassen, daß keine Überbeanspruchung entsteht und keine ungesunden Bewegungen durchgeführt werden.
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Menschen, die weder Arme noch Beine bewegen können, haben leider nur sehr wenige Möglichkeiten sich ohne Hilfe mit einem Rollstuhl zu bewegen. Für diese Patientengruppe wird gerade eine Schnittstelle entwickelt, mit der man Steuersignale an den Rollstuhl über die Ohren weitergeben kann. Nicht nur diejenigen, die mit den Ohren wackeln können, werden hier leichtes Spiel haben. Tatsächlich kann jeder die entsprechenden Gesichtsmuskeln willentlich steuern.
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Was heute den meisten Menschen noch als Zukunftsmusik erscheinen mag, ist in einigen Forschungslaboren bereits Wirklichkeit geworden. Die Vision, über alternative Methoden (z.B. Gedankensteuerung) eine aktive Prothese bewegen zu könne, ist bereits auf verschiedene Weisen umgesetzt worden. Die neuesten Entwicklungen stellen sogenannte Exoskelette dar. Ähnlich wie bei Insekten, wird also eine starre Struktur zum Stützen des Körpers von Außen angesetzt. Eine derartige Technik eignet sich zwar keinesfalls für alle Gelähmten, aber bestimmte Fälle lassen sich damit womöglich deutlich verbessern.
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Sport im Rollstuhl ist keine Beschäftigung, die nur für Spitzensportler interessant ist. Man muß nicht gleich an den Paralympics teilnehmen, um daran Spaß zu haben. Es hat sich mittlerweile auch für Breitensportler eine vielseitiges und umfangreiches Angebot an sportlichen Aktivitäten etabliert. Tatsächlich betreiben mehr als 15.000 Rollstuhlfahrer bereits aktiv Sport. Unter dem Dach des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes (DRS) sind die Vereine organisiert. Das Angebot erstreckt sich über zur Zeit 26 Sportarten. Mehr als 300 Vereine sind im Verband vertreten.
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Basketball ist ein Sport, den man in erster Linie mit hochgewachsenen Spielern verbindet. Tatsächlich ist jedoch auch der Rollstuhlbasketball ein sehr reizvoller Sport, auch wenn das Spiel nicht so sehr in der Höhe stattfindet. Es können sogar Spieler mit unterschiedlich starker Behinderung zusammen spielen. Selbst Nicht-Gehbehinderte können mitspielen. Dazu gibt es ein System zum Klassifizieren der Spieler.
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Viele Rollstuhlfahrer hätten vermutlich nicht wirklich damit gerechnet, in naher Zukunft ein Training in einem Hochseilgarten absolvieren zu können. Tatsächlich gibt es im Bayerischen Wald jedoch einen Hochseilparcours für Rollstuhlfahrer. Dort können gehbehinderte Menschen in 12 Metern Höhe von Baum zu Baum klettern. Seit dem 20. Juni 2009 ist die Anlage in Schönberg im Landkreis Freyung-Grafenau in Betrieb.
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Während heute scheinbar alle Welt fliegt, sieht man tatsächlich nur selten Rollstuhlfahrer an Flughäfen. Dies ist natürlich kein Zufall, sondern liegt darin, daß für gehbehinderte Menschen, Flugreisen oft einen erheblichen Aufwand erfordern. Nicht nur die Reise selbst ist mit zahlreichen Schwierigkeiten behaftet, auch die Vorbereitung verlangt ein hohes Maß an Organisation. Einige bei der Planung wichtigen Punkte haben wir unten aufgelistet. Weiterlesen
Die Probleme, die behinderten Menschen beim Reisen begegnen, sind selten bloß technischer Natur. Oftmals werden sie auch diskriminiert, indem ihnen unverhältnismäßig hohe Sondergebühren abverlangt werden oder sogar der Transport verweigert wird. 2008 wurde deshalb eine EU Verordnung erlassen, die diesen Problemen begegnen soll. Aber was hat sich seitdem verändert?
Mit der zunehmenden Überalterung der Gesellschaft, kommt für viele Senioren ein Problem zu, das Rollstuhlfahrer bereits aus ihrem Alltag kennen: Die Schwierigkeiten des Treppensteigens. Bereits heute sind ein fünftel der Bevölkerung älter als 65 Jahre und der Anteil dieser Altersklasse wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Mit jedem Lebensjahr nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, an einen Rollstuhl gebunden zu sein. Doch anstatt in ein Altersheim umzuziehen, möchten die meisten Senioren lieber in ihren vertrauten vier Wänden wohnen bleiben. In den seltensten Fällen sind diese jedoch behindertengerecht ausgelegt oder besitzen nur eine einzelne Etage. An dieser Stelle wird der Einbau eines Treppenlifts interessant, der auf einfache Weise ein bequemes Treppensteigen ermöglicht.
Radfahren erfreut sich ungebrochener und sogar stark wachsender Beliebtheit. In vielen Städten Deutschlands ist der Anteil der Radfahrer am Verkehr seid 2000 um mehr als fünf Prozentpunkte gestiegen. In einigen Städten könnte die Anzahl der Radfahrer bald schon die Marke von zwanzig Prozent überschreiten. Auch Menschen, die an den Rollstuhl gebunden sind, können ohne Problem an dieser Entwicklung teilhaben.
Ein Handfahrrad (oder auch Handbike bzw. Handcycle genannt) arbeitet wie ein gewöhnliches Fahrrad mit einem Kurbelantrieb, der jedoch nicht durch die Beine und Füße, sonder durch Arme und Hände bewegt wird. Vom Aufbau ist das Handfahrrad vergleichbar mit einem Liegerad. Der Antrieb ist derart effektiv, daß selbst Menschen ohne Behinderung bisweilen auf ein Handfahrrad umsteigen.









